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Big Brother is watching you „Ein Großer kann Freunde haben, aber nicht Freund sein.“ Johann Wolfgang von Goethe _________________________________________________________ Wie richtig Goethe damit lag, hat Angela Merkel in diesen Tagen schmerzlich erfahren dürfen. Jeden Tag aufs Neue muss sie in den Medien lesen, wie naiv sie doch gewesen ist. Sie, die in der DDR aufgewachsen ist und die wissen müsste, dass man niemandem trauen sollte. Erst recht nicht, wenn es um Staatsgeschäfte geht. Denn in dieser Hinsicht ist sich jeder selbst der Nächste. Nein, in Merkels Haut möchte aktuell wohl niemand stecken. Naiv und dumm, so muss sie sich jetzt fühlen und, mit Recht, auch benennen lassen. Doch auch Barack Obama steht derzeit in keinem guten Licht. Hat er die Überwachung selbst angeordnet, so kann er sich nicht mehr aus der Affäre ziehen. Sollte sich (was jedoch eher unwahrscheinlich ist) herausstellen, dass er nahezu fünf Jahre nichts von den Bespitzelungen der Politiker gewusst hat, steht er ebenfalls schlecht da. So oder so, Obama muss sich die Frage gefallen lassen: Ist er selbst naiv, gar dumm – oder einfach nur dreist? Freunde spitzeln einander nicht aus – so die empörte Reaktion Merkels. Gut, an sich eine lobenswerte Einstellung. Doch, dass es auf der Welt nicht mit rosa Ponys zugeht, sollte die ehemalige Bewohnerin der DDR doch längst wissen. Damals war es Gang und Gäbe, dass Nachbar, Freunde und sogar Verwandte andere ausspioniert und verraten haben. Verließ man sich in jenen Zeiten auf das Wort, die Versprechen und die Loyalität der anderen, so war man in den meisten Fällen selbst verlassen. Und jetzt das. Davon einmal abgesehen, dass Merkel einen zweiten großen Fehler begangen hat. Denn als die Bespitzelungsaffäre – wie sie meinte – „nur“ das Volk betraf, war sie nicht im Geringsten bemüht, dem amerikanischen Treiben ein Ende zu setzen oder es überhaupt erst einmal kritisch zu hinterfragen. Schwiegermutters Liebling, Ronald Pofalla, und Hans-Peter Friedrich stützen den Rücken der Kanzlerin. Während der eine die Ausspähvorwürfe für ausgeräumt erklärte, war der andere genervt vom angeblichen Anti-Amerikanismus der Deutschen.Nun versuchen beide vergeblich zurückzurudern und merken dabei nicht, dass sie längst vom Boot in den reißenden Fluss gefallen sind. Die vorherigen Dementi, die bei so manchem Deutschen einen Reizmagen bis hin zum Magengeschwür ausgelöst haben, sind nun angeblich nur noch eine „Fehlinterpretation“. Eine Fehlinterpretation? Das kann man vielleicht im Deutschunterricht so nennen, wenn der Schüler komplett am lyrisch-verplanten Ich vorbei lamentiert. Aber die Interpretation der Lage, das Handeln der Politiker in der Vergangenheit, allen voran die Naivität Angela Merkels, war keine „Fehlinterpretation“ - es war vielmehr ein kompletter (Fehl)Griff in die Kloaken der deutschen Polit-Naivität. Eine Vogel-Straß-Politik, die schon so manchen Politiker den Kopf gekostet hat. Als die Vorwürfe publik wurden, äußerte sich Pofalla wie folgt: „Es geht dabei nur um den konkreten Vorwurf der massenhaften Ausspähung deutscher Bürger. Dieser kann nicht bestätigt werden.“ Ach, sieh an. Es ging ja auch lediglich „ums Volk“. Ist „Mutti“, sind die Politiker allerdings auf einmal selbst betroffen, ist das Entsetzen groß. „Wie kann man nur“, „Das geht doch nicht“, „Wieso denn bloß“, tönt es aus den heiligen Polit-Hallen. Merkel selbst ist aufs Tiefste gekränkt und enttäuscht, dass ein „Freund“ sich so verhalten kann. Und überhaupt – jetzt auf einmal wurde das Volk also doch abgehört. Nun, da es sich um Merkels Handy handelt, kommt Hektik auf. Friedrich verlangt von den USA eine Entschuldigung, Pofalla kündigt an, alle Erklärungen der USA zur Einhaltung deutscher Gesetze auf deutschem Boden noch einmal zu überprüfen. Eine 180 Grad Drehung, die so manchem Deutschen die Zornesröte ins Gesicht schießen und die Galle überlaufen lässt. Ausgerechnet die, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten für kein noch so durchschaubares Dementi zu schade waren, wollen nun auf einmal die Aufklärung der „Affäre“ voran treiben. Gut, die Amerikaner werden darüber nur grinsen. Ein Barack Obama wird sich eher ins Fäustchen lachen, als sich bei Mutti Merkel zu entschuldigen. Denn eins ist doch klar: Dass der mächtigste Mann der Welt angeblich nicht gewusst haben will, was NSA und Konsorten so treiben, glaubt doch nun wirklich niemand mehr – außer vielleicht Merkel, Pofalla und Friedrich. Die haben ja auch im Traum nicht daran geglaubt, dass man sie jemals abhören würde.



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